Innenstall

Mit fünf Wochen kommen die Wachteln nun in den Innenstall (raus aus den Aufzuchtkäfigen – aber ganz draußen in der Voliere ist es noch zu kalt für die Kleinen). Eigentlich passiert das früher, im Alter von drei Wochen, aber die Winterküken müssen sich langsam auf die Temperaturen einstellen. Bei den Hähnen wird es auch echt Zeit, dass sie aus meinem Keller verschwinden – sie krähen nämlich schon richtig laut, die kleinen Arschkekse.

innen1

Sieben Hennen und ein Hahn sind so als Truppe bestellt und kommen in einen separeten Stall. Sie wachsen gemeinsam auf und kennen sich. Hätte es hier Probleme in der aktuellen Zusammenstellung gegeben, hätte ich auch nochmal tauschen können. Das war aber gar nicht nötig.

Diese Gruppe kommt in drei Wochen in eine Voliere, die als Japanischer Garten eingerichtet ist. Ich freue mich schon sehr auf Fotos und habe auch schon geplant, die Idee zu klauen und auch die Gartenvoliere meiner Lieblinge (Polly, Bibo & Co.) entsprechend zu gestalten. Oder thematisch immer mal abwechselnd.

Mit einer Gruppe, die gemeinsam aufwächst, gibt es erst mal gar keine Probleme. Es ist auch sehr leicht und ruhig, wenn alle eine Farbe haben, denn in der berühmten „bunten Truppe“, die viele Anfänger so gerne haben möchten (damit sie die Tiere besser unterscheiden können), kommt es oft zu Angriffen der dunkeln Tiere gegen die hellen.

Nun gibt es eine neue Welt zu entdecken: Einstreu, Heu, Erde, ein Sandbad und vor allem Platz zum Rumlaufen. Hindernisse zum Klettern und Höhe zum Aufflattern.

innen5

Das ist die Gruppe „Feiertagsessen“. Zwei Hähne sind in die Zucht verkauft, was mich immer sehr freut, aber dieser Rest wird auf meinem Teller landen. Ja, Wachteln sind auch Nutztiere. Und warum soll ich meine Tiere, die ich mit viel Liebe und reichlich Geld aufziehe, an andere Leute zum Essen geben und mein Fleisch woanders kaufen?

Ich produziere Fleisch. Ich schlachte. Ich esse.

innen4

Sie werden nun noch drei Wochen lang gemästet, bekommen weiterhin Wachtelkükenfutter mit 29% Rohprotein und zusätzlich Mais, Frischkäse und Kräuter. Damit sie Muskeln aufbauen und nicht bloß fett werden und auch, damit sie ein halbwegs schönes Leben hatten, bevor sie geschlachtet werden, haben sie jetzt Frischluft und Sonnenlicht und viel Platz.

Das kann man auch nur machen, wenn man nur wenige Bruten im Jahr hat und nicht monatlich hunderte von Küken in die Welt wirft. Solche Tiere hocken logischerweise im Knast. Meine nicht.

 

Dieser Beitrag wurde unter Allgemein abgelegt und mit , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s